Hunde

Zum Thema Welpen Siehe auch unter Buchbesprechung

Ob dieses Hundebett das Leben von Kay leichter gemacht hätte, weiß ich nicht. Macht aber auf mich einen guten Eindruck, da es unter orthopädischen Gesichtspunkten hergetellt wird


Eine Geschichte über Welpen und wie es dazu kam

Nicht geplant und keine Ahnung wie man damit umgeht

1. Teil: Die Mutter

Nach langem überlegen war ich wieder soweit, meine über alles geliebte Rexi war zu diesem Zeitpunkt schon über ein Jahr von mir gegangen, mir einen dritten Hund zu suchen. Also schaute ich ins Internet um zu sehen woher ich nun einen bekomme. Von Züchtern auf jeden Fall nicht, das war von vornherein ausgeschlossen. Es sollte, möglichst ein Welpe vom Tierschutz sein. Ich habe mit dieser Art von Hunden nur beste Erfahrungen gemacht. Es sollte eine Hündin werden, da ich zwei Rüden bereits hatte. Irgendwie hoffte ich auf einen deutschen Schäferhund-Welpen. War leider nichts davon im Netz zu finden.

Das ist Luna mit Ihrem Bruder(?) am 04.09.2006

Also ging ich fuhr ich erst mal in die Nachbarortschaft um Hundefutter zu kaufen. Dort angekommen sah ich im Vorraum des Zoohandels mehrere Steckbriefe von Hunden an der Wand. Ein Bild sprang mir sofort ins Auge. Eine "Mona" und die Kontaktadresse von einem Tierheim. Sie war zwar schon sechs Monate alt, schaute aber wenigstens in etwa einem Schäferhund gleich. Also rief ich in dem Tierheim an, um zu erfahren dass sie nicht im Tierheim selbst, sondern bei einer Pflegefamilie ist. Diese Pflegestelle war gerade einmal zwei Kilometer von mir entfernt. Super, dachte ich mir, erstens sehr nahe und zweitens war sie dann bestimmt schon stubenrein und an Menschen gewöhnt. Ich fuhr gleich dort hin. Das war am 07.09.2006. An der Türe öffnete mir die Tochter des Hauses. Ihre Eltern waren nicht da, blödes Situation, aber sie war immerhin schon um die 16. Sie bat mich dennoch herein um mir Mona (wieder so ein blöder Name) anzusehen. Es war auch noch ein zweiter Hund, ein Rüde dort. Mona kam sofort zu mir und begrüßte mich stürmisch. Na da brauchte ich nicht lange überlegen. Nur brauchte ich auch das ok von meiner Freundin. Die war allerdings bei einer Umschulung in Niederbayern. Ich rief sie über mein Handy via Bildtelefonie an und zeigte ihr die kleine. Auch sie war begeistert und so kam dann die sechsmonatige Luna zu uns in das Rudel.

Luna mit Kay, das erste mal in der Allinger "Schweinebucht" (kleiner Baggersee im Allinger Moos)! Ich habe aus dieser Zeit leider nur Handy-Fotos

Mein fast 15 Jahre alter Kay (deutscher Schäferhund von der Tierhilfe Chiemgau) freute sich ebenfalls. Er lebte nochmal richtig auf und war natürlich noch immer die Nummer Eins im Rudel. Tammy (das Schlaglochsuchgerät und Gröfatz) war da anderer Meinung, aber der ist sowieso immer gegen alles und jeden. Luna fügte sich auch hervorragend bei uns ein, sie respektierte die beiden älteren Hunde und wurde sehr schnell integriert. Was ebenfalls sehr schön war, dass das Herrchen aus der Pflegefamilie Luna häufiger sah, da er auf unserer Stammgassistrecke (wieder so ein blödes Wort) einen Fischweiher besitzt und dort des öfteren anzutreffen war. Luna freute sich da immer sehr. Sie ist außerdem sehr gelehrig und macht uns viel Freude. Ein klasse Hund.

Luna am 05.09.2006

Anfang September 2006 haben wir ja Luna bekommen. Einen Monat später wurde sie läufig. Den kastrierten Kay interessierte das nun gar nicht. Tammy, unserem Gröfatz, umso mehr. Das war wirklich eine schlimme Zeit für ihn. Er heulte zum Steinerweichen. Schließlich nahm Susanne Luna zu ihrer Ausbildung mit und Tammy und ich hatten damit Ruhe, da sie ja dort die ganze Woche blieb. Auch für Luna wurde es etwas leichter, da sie nun den aufdringlichen (aber für sie leider zu kleinen) Tammy nicht mehr abwehren musste. Bei einem der Spaziergänge, so erzählte es Susanne, trafen die beiden einen Retriever -Rüden. Ui, der hat die richtige Größe, dachte sich wohl Luna. Sie forderte ihn zum Spielen auf (Vorspiel) um dann ziemlich schnell zur Sache (öhm, naja ihr wisst schon) zu kommen. Er wollte aber nur mit ihr spielen, sonst nichts.

Egal wie sie versuchte es ihm klar zu machen, es half alles nichts :-)

Das interessierte Luna allerding wenig und wurde etwas deutlicher. Sie ritt bei ihm auf um dann gleich wieder vor ihm ihr Hinterteil zu präsentieren. Was will die nur, dachte sich wohl der Retriever. Um es kurz zu machen, er war jung und kastriert. Luna vollführte akrobatische Verrenkungen um sich attraktiver zu machen. Nützte alles nichts und irgendwann gab sie resigniert auf. Gut, das man andere Weibchen nicht zum Babymachen auffordern sollte, hatte sie nach der ersten Hündin schon mal verstanden. Sie büxte Susanne mehrmals aus um auf eigene Faust nach einem geeigneten Vater zu suchen. Aber meine Freundin ist sehr schnell zu Fuß und so wurde auch daraus nichts. Als die beiden dann am Wochenende wieder nachhause kamen war das schlimmste (die Stehtage) überstanden. Tammy probierte es noch ein-zweimal, wurde aber barsch zurückgewiesen. Soweit so gut. Eines Abends meinte Susanne das Luna gerade ganz schön zunimmt. Das musste ich dann doch etwas gründlicher untersuchen und bestätigte Susannes Beobachtung. Außerdem wurden ihre Zitzen größer. Ich redete Susanne ins Gewissen, ob in der Woche nicht doch ein Rüde zu seinem Spaß gekommen ist. Sie verneinte und ich glaubte ihr. Luna war also so richtig schön Scheinschwanger. Was das bedeutet weiß ich nur zu gut von meiner Rexi, die bis zu ihrer Kastration, mehrmals Scheinschwanger war. Von anderen Hundebesitzern bekommt man ja so etwas auch mit und so war ich beruhigt und gelassen. Wieder ein paar Wochen später schoss sogar Milch ein. Aber das ist bei so etwas möglich und normal. Ihre Hormone spielten sowieso verrückt da sie nun ja auch in die Pubertät kam. Alles was sie bis dahin gelernt und von uns mühevoll beigebracht wurde, war plötzlich vergessen. Sie bekam einen Dickkopf vom feinsten und war nur noch anstrengend.

Bello nun auch auf facebook

Im folgenden Winter verschlechterte sich die Gesundheit von Kay, dem Schäferhund. Am 16.01.2007 musste ich ihn dann leider (der Schmerz ist bis heute noch sehr groß)

Hier ist Kay im Winter am Baggersee, ein knappes Jahr bevor er auf seine lange Reise ging. Ich meine das er da schon eine Ahnung hatte, das er nicht mehr viele Winter erlebt :-(

Einschläfern lassen. Es war einfach sehr traurig und schlimm für mich. Er war so ein guter Kamerad und Freund und hat mich über dreizehn Jahre durch alles höhen tiefen des Lebens begleitet. Ich will dem Schicksal aber nicht böse sein, er wurde immerhin fünfzehn Jahre alt. Welcher Schäferhund wird das schon. Nebenbei bemerkt bekam ich ein paar Wochen nach dem Einschläfern beim Tierarzt, post von der Polizei. Sie hatten mich auf dem Rückweg vom Tierarzt mit 65 km/h in der geschlossenen Ortschaft geblitzt. So etwas ist mir noch nie passiert, weil ich eigentlich sehr aufpasse und Radarfallen förmlich rieche. Aber da war ich eben mit meinen Gedanken bei Kay, das Foto von der Polizei wird dementsprechend gewesen sein.
Mancher Hundebesitzer wird sich nun fragen, warum ich denn so kurz vor seinem Tod (war ja irgendwie absehbar) einen Welpen geholt habe. Ich kann dazu nur sagen, es war eine gute und richtige Entscheidung. Er wurde nochmal richtig jung und hat viel und gern mit Luna gespielt. Luna und Tammy spürten meine trauer und waren in dieser Zeit sehr anhänglich und eine echte Hilfe für mich. Auch sie vermissten Kay, da bin ich mir ganz sicher. Beim Gassi gehen schauten sie sich oft um, wo denn Kay blieb. Ja ich weiß, nach Meinung von einigen Wissenschaftlern sind Hunde gefühllose Fressmaschinen die nach egoistischen Verhaltensmustern auf Ihre Herrchen und Frauchen fixiert sind. Liebe Wissenschaftler, legt euch einen Hund zu, lasst euch auf ihn ein, und denkt dann noch einmal über diese Theorie nach.
Ich bin mir außerdem sicher, das Kay sich von mir gut verabschieden konnte, weil er wusste das ich mit Luna und Tammy in guten Händen bin. Der Winter ging, das Frühjahr kam und damit auch langsam wieder der Wunsch nach einem geeigneten Rudelmitglied für Luna und Tammy. So trat dann Blau in unser Leben.

2. Teil: Der Vater

Diese Bild von Balu hatte ich auf der Webseite des Tierheims gesehen.
Da war er 8 Wochen alt

Am 04.04.2007 war es dann soweit. Nachdem ich auf der Webseite des Tierheims schon des öfteren nach einem Welpen Ausschau gehalten hatte, entdeckte ich dort Blacky. Genau wie Luna ein Import aus Griechenland. Er war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 10 Wochen alt. Also angerufen und erfahren das er bei einer Familie, bis er vermittelt ist, ein paar Ortschaften weiter, untergebracht war. Ich rief dort an um einen "Besichtigungstermin" zu vereinbaren. Die nette Frau am Telefon hatte nichts dagegen das ich sofort kommen kann. Als ich dort ankam und an der Gartentüre klingelte ging erst mal ein richtiger Radau los. Erst einer und dann noch ein zweiter großer Hund kamen mir entgegengerannt. Waren echte Kaliber die beiden und sehr laut. Dann kam Blacky um die Ecke angewieselt. Mein Gott war der süß. Die Frau kam dann auch und sperrte mir auf und erzählte mir das wenige dass sie von Blacky wusste: Er war der letzte überlebende aus seinem Wurf und wie er nach Deutschland kam, mehr tot als lebendig. Er behielt einfach keine Nahrung bei sich und war kurz vor dem Hungertod. Irgendjemand kam dann auf die glorreiche Idee es mal mit Trockenfutter zu probieren. Oh Wunder, das behielt er dann auch bei sich und kam langsam wieder zu Kräften. Die Frau wunderte sich genauso wie ich, dass die vom Tierschutz erst so spät auf das geeignete Futter kamen. So war Blacky notgedrungen ein echter Spätzünder und entwickelte sich mit der entsprechenden Verzögerung zu einem Prachtkerl. Unsere Unterhaltung langweilte ihn naturgemäß und er tollte mit den großen Hunden durch den großen Garten. Es war eine Freude ihn dabei zu beobachten. Überhaupt hatte die Pflegefamilie fast einen kleinen Zoo bei sich. Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster und einen Haufen Kinder. Fein, dachte ich mir, da hat der kleine Fratz ja schon eine Menge Erfahrung mit anderen Lebewesen.

Dieses Bild schickte ich meiner Freundin via MMS. Wer kann bei so einem süssen Knopf schon Nein sagen?

Ich machte von ihm ein paar Bilder mit dem Handy und schickte sie meiner Freundin per MMS. Sie schickte mir auch gleich eine SMS zurück in der stand nur: Nimm ihn ;-) Nachdem ich dann den Schriftkram wegen der Übergabe, dem Impfpass und der Schutzgebühr, hinter mir hatte, fuhr ich mit Blacky Nachhause. Die Fahrt durfte er in einem kleinen Korb im Fußraum des Autos verbringen. Luna war hinten in der großen Hundebox. Ich fuhr erst mal zu uns in Moos, damit sich Luna und der kleine in der freien Natur begutachten konnten und keine Eifersüchteleien entstehen. Luna war erst sehr distanziert und taute recht langsam auf. Blacky war das egal, er zerrte und zog an ihr, um sie zum spielen aufzufordern. Tammy traute dem Braten auch noch nicht so recht und knurrte Blacky erst einmal richtig an. Das interessierte Blacky fast gar nicht, forderte ihn aber dann doch nicht ganz so vehement zum spielen auf. Schade fand ich das meine Freundin nicht mit dabei war, die immer noch in ihrer Ausbildung war. Und wie ich darüber sinnierte tobten plötzlich Luna und Blacky an mir vorbei. Luna hatte ich Reserviertheit gründlich abgelegt und die beiden spielten und spielten. Auf dem Rückweg besorgte ich mir noch Welpen-Trockenfutter und ein neues Geschirr (Halsband mit Bauchgurt) für den Neuankömmling. Sein altes Geschirr (wenn man von alt überhaupt reden kann), hatte er ja schon zerlegt. Überhaupt war er da ein echter Spezialist seine Geschirre zu zerstören. Naja, Welpen kauen auf allem rum, was nicht Niet-und Nagelfest ist. Aber ich hatte ja schon Erfahrungen mit so kleinen Rackern (oder vielleicht doch besser: Rockern?). Weiter...

Dieses Futter, speziell abgestimmt für Welpen, bekamen Balu's Welpen von der vierten bis zur achten Woche in der Umstellungszeit von der Muttermilch zur festen Nahrung

Welpenfutter von der vierten bis zur achten Woche

 

 

Und dieses Welpenfutter ab der achten Woche

 

 

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Welpengeschirr und Spielzeug