Rexi, meine erste Hündin und Lebensretterin! 

Ich hatte keine Ahnung von Hunden, bin eines Morgens aufgewacht und habe beschlossen mir irgendwo einen Hundewelpen zu „besorgen“. Nach einem, für mich sehr großen, Schicksalsschlag und schweren Depressionen, war das eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ich kapselte mich total von meiner Außenwelt ab, ging alles und jedem aus dem Weg. Aber, ich erinnerte mich sehr gerne an meinen geliebten Opa und seine Schäferhündin Asta. Mit den beiden bin ich gerne, oft stundenlang, in Wäldern spazieren gegangen. Das war für mich einfach schön, die Natur, mein Opa und natürlich Asta. Asta war hervorragend ausgebildet und sehr gehorsam. Die Ferien bei meinen Großeltern zu verbringen, verschaffte mir eine kleine Ruhepause von meinen chaotischen Eltern.  Geschwängert von diesen Gedanken rief ich also  in verschiedenen Tierheimen an und erkundigte mich nach einem Welpen. Im Tierheim München/Riem wurde ich dann auch fündig. Man glaubt es kaum, aber Sie hatten gerade 12 Wochen alte Schäferhund Welpen zum abgeben. Es waren noch ein Rüde und ein Weibchen zu haben. „Also ein Weibchen kommt mir nicht ins Haus“ sagte ich aus dem Bauch heraus zu der Pflegerin. Sie sah mich verdutzt an, fing sich gleich wieder und erklärte mir die Vorteile einer Hündin. Die sind ruhiger, heben nicht überall das Bein, keine Revierkämpfe usw.! während sie auf mich einredete beobachtete ich die beiden Welpen und sah ihnen beim Spielen zu. Kurz streifte mich der Blick von Loni (welch unmöglicher Name) und es war um mich geschehen. Ich ging in die Hocke und versuchte sie zu mir zu locken. Sie kam dann ganz langsam auf mich zu und schnüffelte vorsichtig an meiner Hand. Die Tierpflegerin erklärte mir noch, dass die Mutter der Welpen von ihren Besitzern wieder abgeholt wird, sobald alle Welpen einen guten Platz bekommen haben. Die Besitzer hatten beruflich einfach nicht die Zeit, sich um eine ordentliche Versorgung für die kleinen zu kümmern und brachten daher die Mutter in dieser Zeit in das Tierheim. Ok, mein JA zu Loni, noch einen kurzen Check bei dem Tierarzt des Tierheimes (kurze Instruktion, Fütterung und Impfungen betreffend), eine Spende von 150,00 DM (gute alte Deutsche Mark..schnüff) und schon saß ich in meinem Sportwagen mit der kleinen.

Hm… an die Fahrt hatte ich natürlich nicht gedacht. Ich verfrachtete sie auf die hinteren Notsitze und fuhr los. Oh Gott, hat die geheult. Um Ihr (öhm, und natürlich mein) Martyrium schnellstmöglich zu beenden (mir gingen währenddessen tausend Gedanken durch den Kopf), fuhr ich möglichst rasch nachhause. Fehler über Fehler, einer nach dem anderen..tsts. ! Dort angekommen, Loni hatte sich inzwischen beruhigt, stieg ich aus und nahm die Kleine auf den Arm. Mist, dachte ich, da spielt eine Horde Kinder vor dem Haus. Ich wollte einfach nur Ruhe und hatte im Übrigen von der Menschheit auf gut deutsch: die Schnauze voll! Es kam wie es kommen musste, erst eines und dann plötzlich alle Kinder um mich herum. Wie alt ist der Hund, was frisst der, darf ich mit ihm spielen, darf ich streicheln, beißt die und die Frage aller Fragen: wie heißt die denn???  Also, Loni musste schnell umgetauft werden. Ich stammelte ein paar Namen vor mich her, Rex gefiel mir am besten. Eines der Kinder meinte dann, das Rex für ein Weibchen nicht passt. Stimmt, da musste ich einfach recht geben und so wurde aus einem Rex eine Rexi. Ich möchte betonen, dass zu diesem Zeitpunkt an Kommissar Rex noch jahrelang nicht zu denken war! Den Namen Rexi fanden auch die Kinder ganz in Ordnung, eines meinte sogar das sich das irgendwie königlich anhört. Naja, Kinder halt. Also auf in meine Erdgeschosswohnung mit Garten. Wie ich die Türe aufmachte kam mir sogleich Beubi entgegen. Und da war der nächste Fehler meinerseits: kein Gedanke daran verschwendet ob sich meine Katze und der Kater überhaupt mit einem Hund verträgt. Beubi (die Katze) sträubte sofort ihr Fell und zischte erst mal durch die offene Terrassentüre. Währenddessen wollte Rexi gleich hinterher. Ich setzte also Rexi erst einmal ab und ging zur Toilette. Kaum schloss ich die Türe hinter mir, begann Rexi zu heulen. Hey, was geht jetzt ab, dachte ich mir. Kann ich nicht mal in Ruhe aufs Klo gehen? Also öffnete ich die Türe gleich wieder und Rexi kam herein. Sehr neugierig (dabei neigte sie ihren Kopf zur Seite) sah sie mir dann bei meinem Geschäft zu. Nachdem ich dann aufgestanden bin und die Klospülung betätigte, steckte sie sofort ihr Köpfchen in die Kloschüssel. Ich scheuchte sie von der Schüssel weg und ging mit ihr erstmals in den Garten. Sofort  machte sie Pipi und blickte sich in ihrem neuen Reich um. Um die Ecke kam dann Punki (mein Kater) und lief sofort zu Rexi. Neugierig beschnupperten sich die beiden und begannen zu spielen. Gelächter am Gartenzaun, die Kinder belagerten mich.

Neu:

Mit Punki dürfte es dann wohl kein Problem geben, dachte ich mir so. Aber ich hatte die Rechnung ohne Beubi gemacht. Die kam plötzlich von einem Baum im Garten heruntergesprungen, rannte Richtung Rexi und wischte ihr im vorbeirennen eine mit ihren scharfen Krallen. Großes gewinsel und gleich ab zu mir. Ich tröstete Rexi erst einmal und ging dann mit ihr wieder in die Wohnung. Hm, einen Napf hatte ich auch keinen. Also nahm ich einen tiefen Teller und gab ihr erst einmal was zum trinken.  Irgendwie checkte sie das mit dem saufen noch nicht so recht, es war mehr Wasser neben dem Suppenteller als sie trinken konnte. Also beschloss ich erst mal in das nächste Tiergeschäft zu fahren und ordentlich einzukaufen. Aber zuerst gehe ich mit ihr Gassi. Mit so einem Hund muss man ja Gassi gehen, soviel wusste auch ich. Zum Glück hatten ich vom Tierheim ein Halsband und eine Leine (beides leuchtend-lila, würg) mitbekommen. Also raus zum Feldweg, die Kinder im Schlepptau.
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