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Hunde





 

Buchvorstellung, Interview und Auszüge aus dem Buch

Schogul, Rächer der Tiere

Autor: Birgit Laqua

Die Autorin über ihr Buch: "Es ist die Hölle auf Erden was viele Tiere hier auf der Welt erleiden müssen und wenn ich mit diesem Roman auch nur einer Tierseele helfen kann, hat sich die Arbeit an dem Buch für mich schon tausendmal gelohnt."

Leserrezension:
Das ist eins der wunderbarsten Bücher, das ich je gelesen habe!!!! Das meine ich ganz ehrlich! Das Erstlingswerk von Birgit Laqua ist ein Fantasyroman, der ungeschönt die Ausbeutung der nichtmenschlichen Tiere in unserer Gesellschaft beschreibt jedoch auch gleichzeitig voller Liebe, Hoffnung und Zuversicht steckt. ' Ein wundervolles Buch, das man kaum weglegen kann, wenn man mal angefangen hat. Für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen geeignet. Und zur Autorin: Ich hoffe, es wird nicht ihr letztes Buch sein. (Heide O.)

Bello.de Frau Laqua, wo leben Sie zur Zeit und wo verbrachten sie Ihre Kindheit?

Die Autorin Birgit Laqua

Birgit Laqua Geboren wurde ich 1966 in Hannover und lebe jetzt mit meiner Katze Cia in dem schönen Flecken Lauenau. Mein Leben verbrachte ich von klein auf mit Tieren zusammen und auch die Regenwürmer sammelte ich von der Straße, um sie wieder ins Gras zurückzusetzen. Es war mir egal, ob die Leute über mich gelächelt haben, wenigstens hatte ich einem Tier das Leben gerettet.

Bello.de Wollten sie schon immer Bücher schreiben?

Birgit Laqua Nein das war so nicht geplant. In meinem beruflichen Werdegang ging es auf und ab, da ich immer den Weg im Berufsleben suchte, wo ich meine Kreativität oder meine Tierliebe ausdrücken konnte. Angefangen vom Theater über Film, ging es weiter über viele verschiedene andere Jobs. Als ich dann ein Praktikum bei einem Tierarzt machen wollte, und ich dann in ein Tierversuchslabor kam, brach eine Welt für mich zusammen. Eine Woche schlaflose Nächte, eine Woche Tränen, eine Woche voller Horror. Auch die Aussagen vieler Menschen, die mir sagten, dass das alles seine Berechtigung hatte, konnten mich nicht darüber hinweg trösten. Es war sogar schon so schlimm, dass ich anfing die Menschen in den Laboren, die die Tiere dort quälten, zu hassen. Ich hätte am liebsten dort alle Tiere befreit, das Labor niedergebrannt und in die Welt hinaus geschrien; "Lasst die Tiere in Ruhe, sie haben euch doch nichts getan!" Mein Weltbild von einer so schönen und friedlichen Erde war zusammengebrochen. Da kam mir der erste Gedanke, dass irgendetwas nicht richtig war in dieser Welt! Dann fing ich an zu recherchieren. Und es kamen immer schlimmere Bilder von gequälten Tieren mir zu Augen, dank dem Internet und den Menschen, die es öffentlich machten.

Der Kater Ringo inspirierte die Autorin zu diesem aussergewöhnlichen
Buch - und teilte Ihr Leben 20 Jahre lang
Ruhe in Frieden, Ringo



Bello.de War darin Ihr Wunsch begründet dieses Buch zu schreiben?

Birgit Laqua Ja, das kann man so sagen. Ich hätte nie gedacht, wie schlimm es einigen Tieren hier auf dieser Erde geht, also beschloss ich nun, ein Buch zu schreiben. Ein Fantasy - Buch, wo es nur um Tiere geht. Tiere, die erzählen, was sie auf der Erde erlebt haben. Ein Buch was spannend ist, lustig, gruselig und die Menschen zu Tränen rühren wird. Ein Buch, damit sich in den Köpfen der Menschen etwas ändert. Für Kinder ab 12 Jahre, Jugendliche und Erwachsene. Ein Buch für Tierliebhaber und auch für die Menschen, die immer nur an sich selber denken.

Bello.de Wie lange schrieben Sie an dem Buch?

Birgit Laqua Ich habe über 20 Jahre an dem Buch geschrieben (natürlich mit vielen und auch längeren Unterbrechungen) und es hat mich bei meinen Recherchen viele Tränen gekostet. Das Tierleid hier auf dieser Erde ist gigantisch und ich will und werde dabei nicht einfach nur zusehen. Deshalb werde ich alles, wirklich alles dafür tun, um dieses Buch bekannt zu machen. Damit sich in den Köpfen der Menschen endlich etwas ändern wird.

Bello.de Was möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Birgit Laqua Ich hoffe, nein ich bin fest davon überzeugt, dass die Geschichte viele Menschen zum Nachdenken anregt. Und ich hoffe mit diesem Buch, den Tieren helfen zu können. Damit es Ihnen eines Tages besser gehen wird.
Müssen wir nicht alle zusammenhalten? Müssen wir nicht alle den Politikern und den Machthabern dieser Welt zeigen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen wollen? Ist das nicht unser aller Ziel? Für eine bessere Welt, für die Menschen und für die Tiere? Kein Tier ist auf die Welt gekommen, nur um von uns gequält, misshandelt und zur Belohnung aufgegessen zu werden. Jedes Tier hat seine Geschichte, wirklich jedes Tier! Aber warum muss ich es sein, die die Geschichte von diesem einem Tier zum Schlechteren verändert? Wer gibt mir das Recht dazu? Darüber sollten sich viele Menschen mal Gedanken machen!

Bello.de Frau Laqua, was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Birgit Laqua Schön wäre es, wenn das Buch z.B. in Schulen behandelt werden würde. Dann würde sich das Mensch-Tier Verhältnis auch gerade bei den Jugendlichen vielleicht auch mehr zum Positiven verändern. Wir "Alten" haben zugelassen, dass die Welt heute so ist wie sie ist. Und wir können wahrlich nicht stolz darauf sein. Doch unsere Kinder und Jugendliche haben es in der Hand, diese Welt besser werden zu lassen. Sie sind unsere Zukunft, sie sind der Tiere Zukunft. Und jeder Einzelne kann etwas dafür tun, dass es den Tieren hier auf unserer Welt irgendwann einmal besser gehen wird. Das ist so! Man muss es nur wollen ...!

Frau Laqua, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen uns noch viele gute Bücher von Ihnen!


Videotrailer zum Buch: Schogul, Rächer der Tiere

Klappentext des Buches
Dass es nicht nur ihm so schlecht auf der Erde ergangen ist, erfährt der junge Kater Ringo erst, als er schon gestorben ist und in das Himmelsreich des Schoguls kommt. Obwohl Schogul seine Seele befreit, sorgt der neugierige Kater in seinem Reich für große Aufregung. Doch nicht nur im Himmel bringt er alles durcheinander, auch als er sich heimlich wieder auf die Erde begibt, bringt er sich und andere Tiere in große Gefahr.

Erscheinungsdatum: Mai 2011
Genre: Fantasy
Info: Empfohlen ab 12 Jahre. Mit s/w Illustrationen. ISBN: 978-3-8423-6048-8
Herausgeber: Books on Demand
Preis: 12,90 € Erhältlich bei: libri.de, buch.de, buecher.de, thalia.de und in 1000 weiteren Online Shops.

Auszug aus dem Kapitel "Gefangener der Erde":

Zitternd saß ich auf dem nackten Plastikboden des Käfigs. Erde, überall nur Erde. Vor mir, hinter mir, neben mir und unter mir. Als ich nach oben schaute, konnte ich durch ein paar Zweige und Blätter, die er nicht richtig über das Loch gelegt hatte, die Bäume und den blauen Himmel erkennen. Ansonsten war es dunkel. Ich hatte furchtbare Angst. Er hatte mich hier allein gelassen. Gefangen im Käfig. Gefangen in der Erde, mitten im Wald. Wie verrückt fing ich an, an den Wänden meines Gefängnisses zu kratzen. Ich versuchte, mit meinen Krallen irgendwie den Käfig aufzubekommen, dabei kratzte ich an der einen Wand, drehte mich und versuchte es an der anderen Wand. Zwecklos. Nichts bewegte sich. Dann versuchte ich, mit meinen Pfoten zwischen die Schlitze zu kommen und mit meinen Krallen das Plastik auseinanderzuziehen. Doch der Käfig bestand aus Hartplastik und gab nicht nach. Voller Verzweiflung legte ich mich auf den Rücken und kratzte wie ein Wahnsinniger am Deckel des Käfigs. Doch die Schlitze am Deckel des Käfigs waren genauso dünn und scharf wie an den Seiten, und in meiner Panik merkte ich nicht, wie meine Pfoten anfingen, einzureißen. Wieder und immer wieder kratzte ich an den Wänden, bis das Blut an meinen Pfoten herunter lief.

Auszug aus dem Kapitel "Quälende Neugier

"Komm jetzt und folge mir", schnurrte sie zufrieden. "Wohin werden wir jetzt gehen?", fragte ich sie neugierig. "Ich werde dich jetzt zum Tor des Himmels begleiten", antwortete sie und führte mich zu einem hellen, freundlichen Wald. Ein kleiner Sandweg führte in diesen Wald und einige Vögel saßen in den Ästen der Bäume und sangen wunderschöne Lieder. Seufzend drehte ich mich noch ein letztes Mal um und blieb abrupt stehen. Gar nicht so weit entfernt sah ich plötzlich Kühe. Junge Kälber, zu Dutzenden wurden sie in Schoguls Reich geführt. Staunend beobachtete ich das Schauspiel und machte keine Anstalten mehr, Shia zu folgen. "Ringo, nun komm schon", rief sie ungeduldig und wedelte erregt mit ihrer Schwanzspitze. "Nun schau dir das an", rief ich ihr zu und reckte meinen Kopf, um die Tiere näher betrachten zu können. "So viele Kälber!" "Ja", nickte sie und kam zu mir, um mich zum Gehen zu bewegen. "Auch sie wurden von einem Menschen gequält." "Waas? Von einem Menschen? So viele auf einmal?", fragte ich erschüttert. "Ja. Und Schogul wird sie rächen. Deshalb sind sie ja hier. Und nun lass uns endlich zum Tor gehen. Ich habe schließlich den Auftrag bekommen, dich bis dorthin zu begleiten." "Ja, aber was wurde ihnen denn angetan?" "Du musst nicht alles wissen", sprach sie mürrisch und schritt ungeduldig in den Wald hinein. Ich schaute den Tieren mit großen Augen nach. Es waren so junge Kälber. Und alle so … so traurig und so … ich konnte keine Bezeichnung für den Ausdruck finden, den ich in ihren Augen sah. "Ringooo …!", hörte ich die weiße Katze nach mir rufen, die schon ein ganzes Stück in den Wald vorausgelaufen war. "Ich komme gleich", rief ich, ließ sie verdattert im Wald stehen und rannte zu den Kälbern, denen ich neugierig folgte. Geschickt sprang ich zwischen den Beinen der Tiere hindurch, bis ich zu dem ersten Kalb gelangte, das von einem mächtigen schwarzen Stier angeführt wurde. "Wer bist du?", fragte ich neugierig das Kalb, das mit hängendem Kopf daher schritt. "Ich? Ich bin Fui", antwortete es melancholisch. "Aber, was macht ihr hier? Ich meine …" "Was man uns angetan hat, meinst du?" Ich nickte stumm. "Wir wurden geboren, geboren um zu sterben." "Wie bitte?" "Ja. Es waren die Menschen. Sie sind alle … wirklich alle Bestien." "Das stimmt nicht!", protestierte ich und musste an mein Frauchen denken. Wutentbrannt schnaubte das Kalb und trat mit seinem Huf auf, so dass ich zur Seite springen musste, um nicht von ihm getroffen zu werden. "Das stimmt wohl, du … du kleine Katze. Ach, was weißt du denn schon", sagte es nun traurig und ging einen Schritt schneller. Schnell sprang ich hinter ihm her. "Nun gut, manche Menschen sind schlecht, aber doch nicht alle", rief ich so laut, dass sich schon der große Stier, der die Herde anführte, kopfschüttelnd nach mir umdrehte. "Ach, nicht alle? Hat der Mensch, den du magst, etwa kein Rindfleisch gegessen?", schrie mich Fui wütend an. Das hatte gesessen. Verdattert blieb ich stehen, bis mich die ganze Herde überholt hatte. Kein Kalb achtete mehr auf mich. Auf einen kleinen Kater, der die Menschen verteidigt hatte.

Auszug aus dem Kapitel "Der schwarze See":

Als ich unten ankam, sah ich Lobo an einem Flussufer sitzen. Er beobachtete einen Menschen mit starrem Blick, der einen kleinen braunen Welpen in einen Leinensack steckte. Der Welpe fiepte und jaulte vor Angst. Als der Mensch den Sack zuschnürte und einen dicken Stein daran befestigte, drehte Lobo seinen Kopf von dem Geschehen weg und dabei entdeckte er mich. "Was will eine tote Katze hier auf der Erde", knurrte der Wolf mich an. Doch ich sah nur schockiert den Menschen an, der jetzt mit dem strampelnden Sack zum Fluss ging. "Was … was macht der da?", fragte ich aufgeregt und mein kleiner Körper fing an zu zittern. "Das hier geht dich gar nichts an", fletschte der Wolf die Zähne und starrte mich böse an. "Aber … aber … er wird ihn doch nicht umbringen wollen?", fragte ich ihn erschüttert. Stumm schaute mich der Wolf an. "Hilf ihm, hörst du, du musst ihm helfen", schrie ich ihn an. "Er ist doch noch so klein, er kann sich doch nicht wehren." "Ich kann ihm jetzt nicht helfen", knurrte Lobo. "Wenn du es nicht kannst, dann werde ich ihm eben helfen", schrie ich ihn wütend an und ging auf den Menschen los, der den Sack in den Fluss werfen wollte. "Ich werde dir dein Gesicht zerkratzen, du Ungeheuer …", schrie ich aufgebracht und sprang dem Mann mit meinen spitzen Krallen mitten ins Gesicht. Das Fiepen und Jaulen des Welpen wurde immer verzweifelter und vor lauter Wut merkte ich gar nicht, wie ich durch den Menschen hindurch sprang. Ich drehte mich und wollte ihm nun mit aller Kraft in die Waden beißen, doch ich biss nur in Luft. Lobo, der sich das alles teilnahmslos mit ansah, schüttelte nur seinen Kopf. Das Wasser platschte und der Stein zog den Sack mit sich in die Tiefe. "Hilf ihm", schrie ich zu Lobo, "so hilf ihm doch!" Wütend schlug ich mit meinen Krallen in die Beine des Menschen, doch ich berührte ihn nicht einmal. Von dem Leinensack war nun nichts mehr zu sehen, außer ein paar Luftblasen, die an die Wasseroberfläche stiegen. "So, das wäre erledigt", murmelte der Mann zufrieden, strich sich seine Hände an der Hose ab, drehte sich um und ging pfeifend davon. Und dieses Monster hatte nicht einen Kratzer abbekommen. Nein, er hatte mich noch nicht einmal bemerkt. Verblüfft und verbittert schaute ich hinter ihm her. "Und so viel zu deiner Hilfe", schnaufte Lobo und kam zu mir. "Du kannst hier auf der Erde nicht helfen, denn du und ich haben unseren Erdenkörper schon abgelegt." "Aber …", stotterte ich und schaute erschüttert zum Fluss, wo die letzten Luftblasen nach oben kamen. "Er hat es bald überstanden", versuchte mich Lobo zu beruhigen. Stumm saß ich da und sagte gar nichts mehr.